Wie ein Speibsackerl gestaltet und mit Inhalten zum Thema Alkohol, verteilten Streetwork-Mitarbeiter 500 Informationseinheiten kostenlos an Jugendliche, um einen bewussten, verantwortungsvollen Umgang mit der Droge Alkohol anzuregen. Primär wured die Zielgruppe zwischen 13 und 19 Jahren im ganzen Bezirk Fürstenfeld angesprochen. Diese "Six-Bag Aktion" war ein voller Erfolg, das G`riss um die Sackerln bei Großveranstaltungen und in Discos enorm. "In nur zwei Stunden wechselten zum Beispiel mehr als 100 Tüten mit Inhalten wie Fruchtsaft, Müsliriegel, Taschentücher oder Kondom und Teebeutel für den Tag danach den Besitzer", berichtete Tobias Schlichter im Rahmen der Abschlusspräsentation in den Räumlichkeiten der Fürstenfelder Streetworker. Ziel des knapp zwei Jahre dauernden Projektes war es, Jugendlichen unter dem Motto "Überlegen statt Übergeben" eine sichere Landung nach Konsum von Alkohol zu ermöglichen. Als Feedback konnten 360 ausgefüllte Fragebögen ausgewertet werden.
"Generell konsumiert ein Großteil der Befragten wenig Alkohol, knapp zehn Prozent haben mit dem Suchtmittel erste Probleme, fünf Prozent greifen zur Flasche als Bewältigungsstrategie. In der Clique spielt Alkohol eine große Rolle", fasste Doris Setznagel die Ergebnisse zusammen.
Im Rahmen einer Diskussionsrunde mit Winfried Tröbinger (Psychiater beim Hilfswerk Steiermark) und Jugend-Vertretern der Stadtgemeinde hob Peter Ederer, Suchtkoordinator des Landes, die Notwendigkeit von niederschwelligen Jugendeinrichtungen hervor. Streetwork-Fachbereichsleiterin Andrea Descovich lobte das hervorragende Engagement und die unermüdliche Knochenarbeit der Fürstenfelder Streetworker.






Beitrag drucken





